• Lucyna

Wie komme ich zur Ruhe?


Beeil Dich! - hörte ich

Aktuell beschäftige ich mich mit den fünf Antreibern aus der Transaktionsanalyse und teile gerne, meine Erfahrungen und Erkenntnisse zu diesen mit Euch. In diesem Beitrag soll es um "Beeil Dich!" gehen. In den kommenden Beiträgen soll es neben dem ersten Beitrag „Sei perfekt“ noch um "Streng Dich an! Mach es Allen recht! Sei stark!" gehen. Somit entsteht eine Reihe über Antreiber. Die Ausprägung und Wirksamkeit bei jedem von uns ist unterschiedlich ausgeprägt. Nichtsdestotrotz gibt es Gemeinsamkeiten, an denen wir uns orientieren können.

Rückblick und Aussicht

Letzte Woche schrieb ich über den Antreiber "Sei perfekt!". In diesem ermutige ich Euch, lieber unvollkommen zu starten, als perfekt zu zögern. Nun soll es um „Beeil Dich gehen!“.

Vorweg, jeder von uns hat innere Antreiber, die uns dazu bringen, uns zu verhalten, wie wir uns verhalten. Die Antreiber können einzeln betrachtet werden, um sich klar zu machen, wofür jeder Einzelne steht. Den Gesamtblick erhält man aber erst, wenn man sie abschließend alle zusammen betrachtet. Die Analyse der Antreiber hilft uns dabei, die eigenen Antreiber zu erkennen und sie uns bewusst zu machen. Dabei erfahren wir, wie stark wir im Einzelnen auf sie reagieren. Das wiederum regt dazu an, darüber zu reflektieren, ob wir etwas ändern möchten.

Wie „Beeil Dich!“ wirkt

Beim Verfassen meines letzten Posts spielte „Beeil Dich!“ auch für mich eine gewisse Rolle. Die Facebook Seite war eingerichtet. Der nächste Schritt sollte sein, Inhalte anzubieten. "Jetzt musst Du ihnen aber auch schnell was anbieten", kam hoch. Was kann dieser Gedanke verursachen? Eine gewisse Unruhe und Hektik gepaart mit vielen Ideen, die gleichzeitig kommen? Ein erhöhter Blutdruck kann Folge sein und die vielen Ideen können zu einem kurzfristigen Verlust des Fokus führen. In extremen Fällen kann dieser Fokusverlust auch in die Überforderung führen. Und eben genau diese gilt es zu vermeiden, damit die mögliche Abwärtsspirale erst gar nicht entstehen kann. Wenn ihr solche Situationen kennt, in denen ihr hektisch werdet, überlegt Euch, welche Gedanken Euch in den Sinn kommen. Diese Gedanken sind meistens ein guter Hinweis auf den Antreiber, mit dem ihr es gerade zu tun habt. Was könntet Ihr machen, um aus der Eile wieder herauszukommen?

Ein paar Tipps:

  • als Akutlösung bewusst atmen, tief in den Bauch hinein

  • bewusst langsamer werden, wenn ihr merkt, dass ihr wie ein Flitzebogen gespannt seid oder wie die Kugel in einem Flipperautomaten umherspringt

  • wenn Ihr merkt, dass Ihr nun parallel die dritte Sache anfangt, haltet bewusst an. Legt sie wieder zur Seite und besinnt Euch auf die ursprüngliche Aufgabe.

  • notiert Euch die anderen Aufgaben, um ein sicheres Gefühl zu haben, sie nicht zu vergessen.

Für die Notizen gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, das hängt auch von eurer Vorliebe ab – Papier oder digitales Medium. Manchmal braucht es einfach das Papier, denn alleine der Stift in der Hand, das manuelle Vorgehen, kann Klarheit verschaffen.

Sprachnotizen: macht Euch zum Beispiel eine eigene WhatsApp Gruppe auf für eure Pläne, Ideen, Aufgaben, die Ihr auf die Schnelle festhalten wollt die App Speechnotes wandelt eure Sprachnotiz direkt in Text um.


Im Coaching können Coach und Coachee diese inneren Antreiber im Detail betrachten und der Coachee erkundet, was diese mit ihm machen. Des Weiteren erarbeitest Du dann auch die damit verbundenen Leitsätze wie z. B. "Das muss ich aber noch schnell machen" und erarbeitest, wie Du diese für Dich auflösen kannst. Aus dem Detail heraus geht es dann auch in die Umsetzung dieser Lösungen in verschiedenen Situationen z. B. Wirkung auf Andere? Auf mich selbst? Beruflich und privat.

Impulse – zur Auflösung

Für den Antreiber "Beeil Dich" biete ich Euch als ersten Impuls folgenden Satz für die Zukunft an "Ich darf mir Zeit für mich und meine Themen nehmen." Auch hierzu gibt es eine Übung, die Ihr, wenn Ihr möchtet, selbst machen könnt. Einfach kurz die Augen schließen und den Satz innerlich vorsagen und schauen, was passiert. Passt der Satz so für Euch? Sollte es ein anderer sein? Wie könnte der lauten? Was fehlt vielleicht noch?

In diesem Sinne, möchte ich Euch bestärken, Euch einfach mal bewusster auf einzelne Aufgaben zu fokussieren und Euch die notwendige Zeit dafür zu lassen. Ihr kennt den Spruch: „Wo gehobelt wird, fallen Späne.“


Herzlichst,

Lucyna


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